Themen: Klima&Energie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Winterthurer Parlament hat für das Energie-Contracting von Stadtwerk einen Rahmenkredit von 100 Millionen Franken beschlossen. Der bisherige Kredit von 70 Millionen Franken aus dem Jahr 2015 ist aufgebraucht. Finanziert werden unter anderem Quartierwärmeverbunde mit einem 30 Kilometer langen Leitungsnetz für rund 250 Kundenobjekte sowie Wärme- und Kälteanlagen in Spitälern, Überbauungen und grossen Firmengebäuden. Einzelne Verpflichtungskredite von über 900’000 Franken brauchen weiterhin die Genehmigung des Stadtrats, ab sechs Millionen Franken jene des Parlaments. Die neuen Kompetenzen sollen Bewilligungsverfahren beschleunigen und den Wärmeausbau bis 2040 vorantreiben. Alle Fraktionen befürworteten den Kredit grundsätzlich und verlangten, Projekte künftig vor allem in Winterthur umzusetzen. Die SVP beschloss Stimmfreigabe; sechs ihrer Mitglieder lehnten den Kredit ab und forderten Kosten-Nutzen-Rechnungen bei grossen Investitionen. Vor der Freigabe des Geldes ist eine Volksabstimmung nötig.