Themen: Gesellschaft, Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Invalidenversicherung trägt bereits Schulden von zehn Milliarden Franken und könnte ohne Massnahmen bis 2030 ein jährliches Defizit von 800 Millionen Franken ausweisen. Gemäss Referenzszenario des Bundesamts für Sozialversicherungen wäre ihr verbleibendes Vermögen bis 2031 aufgebraucht. Als Hauptgrund nennt das Amt steigende Neurenten, insbesondere wegen psychischer Erkrankungen. Die laufende achte IV-Revision soll die Finanzierung stabilisieren. Zugleich wird verlangt, die Zahl der Neurenten nicht bloss zu senken, sondern mit wirksamer Inklusion zu vermeiden. Die seit mehr als zehn Jahren ratifizierte UNO-Behindertenrechtskonvention verpflichte die Schweiz dazu, Menschen mit Behinderungen besser in Bildung und Arbeitsmarkt einzubeziehen. Nationalrat Islam Alijaj fordert deshalb einen Umbau zur Inklusionsversicherung. Weitere Meldungen betreffen eine geplante Unfallversicherungsdeckung gesundheitlicher Schäden nach sexuellen Übergriffen an bewusstlosen Personen sowie eine wachsende Vermögensungleichheit in der Schweiz.