Themen: Klima&Energie, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Gemeinschaft Hard AG bei Winterthur feiert am 5. September die Erneuerung ihres Kleinwasserkraftwerks und am Folgetag ihr 40-jähriges Bestehen. Für 4,6 Millionen Franken wurden die Turbinen 2015 rund 160 Meter flussabwärts nach Neftenbach versetzt. Die zusätzliche Fallhöhe und moderne Technik verdoppelten die maximale Stromproduktion. Die Anlage liefert gewöhnlich rund 2550 Megawattstunden pro Jahr, entsprechend dem Verbrauch von etwa 725 Haushalten. Wegen des tiefen Pegels der Töss stehen die Turbinen jedoch seit Mai still: Von Januar bis August wurden rund 840 MWh erzeugt, gegenüber 2388 MWh im gleichen Zeitraum 2024. Der an die Stromproduktion gekoppelte Baurechtszins belastet die Gemeinschaft. Normalerweise erzielt sie mit dem Kraftwerk 80'000 bis 120'000 Franken Gewinn und deckt damit etwa die Hälfte ihrer Betriebskosten. Das Areal geht auf eine 1802 eröffnete mechanische Spinnerei zurück und wird heute von rund 120 Bewohnenden sowie 138 Arbeitsplätzen genutzt.