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27 Jahre UN-Sicherheitsratsresolution 1244

Zeit-Fragen
27 Jahre UN-Sicherheitsratsresolution 1244

Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Europa

Serbien verlangt 27 Jahre nach der UN-Sicherheitsratsresolution 1244 deren vollständige Umsetzung. Die Stellungnahme erklärt, Belgrad habe seine Verpflichtungen erfüllt, während andere Akteure Rechte Serbiens und der serbischen Bevölkerung im Kosovo und in Metohija missachteten. Genannt werden Gewalt, Vertreibungen, Eigentumsaneignungen sowie die Schändung religiöser und kulturhistorischer Stätten. Rund 250’000 Serben seien vertrieben worden; ihre sichere Rückkehr werde weiterhin behindert. Serbien kritisiert zudem, dass die vorgesehene Rückkehr vereinbarter Kontingente serbischer Armee und Polizei nicht realisiert worden sei. Die EU setze Belgrad mit dem Beitrittskapitel 35 unter Druck, Kosovo anzuerkennen und auf territoriale Ansprüche zu verzichten. Die Resolution von 1999 bestätige hingegen Serbiens Souveränität und die Autonomie Kosovos innerhalb Serbiens. Der ergänzende Hinweis verweist auf die einseitige Unabhängigkeitserklärung Kosovos von 2008 und deren Anerkennung durch zahlreiche Nato- und EU-Staaten.

www.zeit-fragen.ch

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