Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Aaretemperatur erreichte am 24. Juni in Bern 23,4 Grad und übertraf damit den Juni-Rekord von 2025. Gleichzeitig ist die Wassermenge historisch tief. Seit Messbeginn 1962 stieg die durchschnittliche Aaretemperatur laut Daten des Kantons Bern von 10,5 auf 13 Grad im Jahr 2022. Das grosse Gebirgseinzugsgebiet liefert der Aare Wasser aus Niederschlag und Gletschern. Weil im Winter extrem wenig Schnee fiel, fehlt derzeit Wasser; langfristig dürften Starkregen, Trockenheit und bei schwindenden Gletschern deutlich geringere Abflüsse zunehmen. Für kältebedürftige Forellen und Äschen bedeuten länger anhaltende Temperaturen ab 20 Grad Stress, ab 25 Grad können sie sterben. Wärmeliebende Arten wie Alet und Wels nehmen zu und können die Biodiversität verändern. Zusätzlich belasten Chemikalien wie Diclofenac und PFAS die Gewässer. Flachwasserzonen und Renaturierungen am Aareufer sollen unterschiedliche Lebensräume schaffen und der Natur insbesondere während Hitzeperioden Rückzugsräume geben.