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Afrika-Festival in Moskau – eine Brücke zum südlichen Kontinent

Global Bridge
Afrika-Festival in Moskau – eine Brücke zum südlichen Kontinent

Themen: Kultur, Kultur/Feuilleton, Gesellschaft

Regionen: International, Russland/Eurasien, Afrika

Das vierte Afrika-Festival in Moskau und St. Petersburg zeigte vom 7. bis 15. Oktober zeitgenössische afrikanische Produktionen sowie eine Retrospektive des senegalesischen Regisseurs Ousmane Sembène. Nach Angaben der Veranstalter besuchten 5000 Menschen das Festival, doch einzelne Vorführungen waren nur schwach besucht. Gezeigt wurde unter anderem «Die Kinder Gottes» der ruandischen Regisseurin Marie-Clémentine Dusabejambo über die Aufarbeitung des Genozids von 1994. Alain Sembène, Sohn des 2007 verstorbenen Regisseurs, erinnert an dessen Ausbildung im Moskauer Gorki-Studio Anfang der 1960er Jahre. Filme wie «Emitai» und «Camp de Thiaroye» behandeln koloniale Gewalt und senegalesischen Widerstand gegen Frankreich. Sembène betont, das Werk seines Vaters kritisiere nicht nur Kolonialherrschaft, Rassismus und Ausbeutung, sondern auch afrikanische Eliten, Korruption und soziale Ungleichheit. Die restaurierten Filme würden weiterhin an Festivals, Universitäten und Kulturinstitutionen weltweit gezeigt.

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