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Unbekannte haben offenbar private Schlüssel von Bitcoin-Wallets rekonstruiert, die mit Coldcard erzeugt worden waren. Seit einigen Tagen würden sie Wallet um Wallet leeren; laut CoinDesk sind rund 4'500 Krypto-Wallets betroffen, der mögliche Schaden liegt bei 89 Millionen US-Dollar. Besonders brisant ist der Vorfall, weil Coldcard als Infrastruktur für sichere Selbstverwahrung galt. Der Fehler soll auf ein Firmware-Update vom Frühjahr 2021 zurückgehen. Fünf Jahre später fanden die Angreifer dem Bericht zufolge eine Methode, die damals generierten Schlüssel offline nachzubilden, ohne Geräte physisch manipulieren zu müssen. Ein Insider wertet dies als schweren Rückschlag für die autonome Aufbewahrung von Bitcoin durch technische Laien. Bitcoin-ETFs und ähnliche Produkte könnten dagegen von wachsender Unsicherheit profitieren. Zudem wird die Möglichkeit angesprochen, dass KI das Auffinden von Software-Schwachstellen erleichtert haben könnte.