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Als junger Mann glaubte ich, dass Alte stinken

Journal B
Als junger Mann glaubte ich, dass Alte stinken

Themen: Gesellschaft, Leben, Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Ein heute älterer Mann erinnert sich an seine Jugend in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren, als er Saxofon spielte, progressiven Jazz hörte und Oldtime-Jazz als Musik einer fremden Generation empfand. Der technische Wandel steht für ihn sinnbildlich für die veränderte Distanz zwischen den Altersgruppen: Vom schwarzen Telefon im Korridor bis zum iPhone, das Routen berechnet, seien die Unterschiede im Alltag kleiner und Verständigungsmöglichkeiten grösser geworden. Seine Generation, in den 1950er-Jahren geboren, habe Aufschwung, gesellschaftlichen Aufbruch, Drogen, sexuelle Befreiung, Protestbewegungen und politische Überwachung erlebt. Die Eltern hingegen seien stärker durch Kriegserfahrungen und frühere nationale Erinnerungen geprägt gewesen. Der Autor beschreibt sich rückblickend als nach aussen linken, privat aber karriereorientierten und eher ängstlichen Menschen. Er vermutet, heutige Alte seien der jungen Generation näher als ihre Eltern einst ihnen. Zugleich bleibt die Unsicherheit, ob dies nicht jede Generation über sich selbst glaube – und ob junge Menschen Alte weiterhin mit ähnlichen Vorurteilen betrachten.

journal-b.ch

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