Themen: Umwelt
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Im Kanton Luzern gingen seit Anfang Juni insgesamt 126 Japankäfer in die Fallen. 66 Tiere wurden im Befallsherd Neuenkirch mit Neuenkirch, Rain, Rothenburg und Sempach gefangen, 50 im Gebiet Horw, Kriens und Stadt Luzern. Über 90 Prozent der Funde lagen innerhalb dieser abgegrenzten Zonen; sechs einzelne Käfer tauchten ausserhalb auf. Der Kanton vermutet bei ihnen Einschleppungen als «blinde Passagiere» etwa über Fahrzeuge oder Gepäck, weil die verstärkte Überwachung keine weiteren Tiere ergab. Schäden seien bei der aktuellen Populationsgrösse unbedeutend, eine konkrete Summe nennt Luzern nicht. Die im Sommer von Zug genannten möglichen Schäden von mehreren hundert Millionen Franken beziehen sich auf eine grossflächige Ausbreitung. Luzern wertet die unveränderte Ausdehnung der Befallsherde als Hinweis auf wirksame Massnahmen; auch die sommerliche Trockenheit könnte die Vermehrung gebremst haben. Bewässerungs- und Grüngutbeschränkungen bleiben saisonal bestehen, weitere Überwachung ganzjährig.