Themen: Partei-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Nach dem Verlust des Kongresses bei den US-Zwischenwahlen vom 3. November gratulierte Präsident Donald Trump den Demokraten, bezeichnete das Ergebnis aber nicht als persönliche Niederlage. Bei seinem ersten Presseauftritt danach behauptete er, seine Partei hätte mit ihm auf dem Wahlzettel gewonnen. Er beklagte zudem, die Zustimmung bei seinen Kundgebungen habe sich nicht auf andere Kandidaten übertragen lassen. Die Analyse deutet Trumps Reaktion vor dem Hintergrund von Veröffentlichungen über seine Persönlichkeit und seiner Neigung, das eigene Selbstbild zu schützen. Sie stellt die Erwartung auf, dass er die Wahlniederlage bald wieder mit Betrugsvorwürfen erklären könnte. Als Hinweis dient eine spätere Äusserung Trumps zu Los Angeles: Dort bezeichnete er das Ausscheiden des rechten Kandidaten Spencer Pratt bei einer Vorwahl als skandalös und behauptete, die Wahlen seien manipuliert.