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Are Europeans more anxious and depressed than anyone else?

European Correspondent
Are Europeans more anxious and depressed than anyone else?

Themen: Gesundheit, Gesellschaft

Regionen: International, Europa

Psychische Erkrankungen verursachen weltweit zunehmend Einschränkungen; laut Global-Burden-of-Disease-Studie lebten 2023 knapp 1,2 Milliarden Menschen mit einer psychischen Störung. In Westeuropa liegt die Krankheitslast besonders hoch: In den Niederlanden gingen 2023 rund 3555 gesunde Lebensjahre je 100'000 Einwohner verloren, gegenüber etwa 1300 in Vietnam. Fast die Hälfte der EU-Bevölkerung meldete 2023 emotionale oder psychosoziale Probleme. Fachleute nennen ungesunde Ernährung, Schlafmangel, Bewegungsmangel, wirtschaftliche Unsicherheit, Wohnungsdruck und Sparpolitik als mögliche Faktoren. Bei Jugendlichen könnten soziale Medien, Einsamkeit sowie Sorgen über Klima, Krieg, Arbeit und Wohnen eine Rolle spielen. Die höheren europäischen Raten könnten jedoch auch auf bessere Versorgung, mehr Diagnosen, geringere Stigmatisierung und kulturelle Unterschiede bei Befragungen zurückgehen. Mental Health Europe fordert zusätzlich zu medizinischen Diagnosen öffentlich finanzierte, gemeindenahe Unterstützung sowie Prävention. Frauen sind weltweit stärker betroffen als Männer.

European Correspondent

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