Themen: Sport, Gesellschaft, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Aktive und ehemalige Athlet*innen des Basler Ruder-Clubs werfen Headcoach Daniel Blaser exzessive Trainingsanforderungen, psychischen Druck, Kontrolle und teils körperliche Gewalt vor. Der Club gewann unter ihm von 2022 bis 2025 viermal in Folge den President’s Cup von Swiss Rowing. Betroffene berichten von bis zu zwölf Trainings pro Woche, hohem Druck bei Gewicht und Ernährung sowie Eingriffen in schulische und sportliche Laufbahnen. Eltern schildern soziale Isolation einzelner Jugendlicher. Mehrere Zeug*innen sagen, Blaser habe nach einer Regatta einen Jugendlichen auf den Rücken geschlagen. Blaser bestreitet Machtmissbrauch und eine behauptete Drohung im Zusammenhang mit der Sportklasse. Er erklärt, Gesundheit, Schule und persönliche Situation der Athlet*innen seien wichtig. Swiss Sport Integrity behandelte mehrere Meldungen und stellte in abgeschlossenen Verfahren keine Ethikverstösse fest. Ein Verfahren wegen eines mutmasslichen körperlichen Übergriffs ist noch hängig. Clubleitung und Trainer halten die Schutzstrukturen für funktionsfähig, während Betroffene deren Wirksamkeit bezweifeln.