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Ausschreitungen im Zürcher Kreis 4: Die politische Botschaft fehlte

TSRI
Ausschreitungen im Zürcher Kreis 4: Die politische Botschaft fehlte

Themen: Gesellschaft, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Vermummte, teils in Halloween-Kostümen gekleidete Personen errichteten am Samstagabend an der Zürcher Langstrasse brennende Barrikaden aus Containern und E-Trottinetts. Schaufenster und Tramstationen wurden beschädigt; laut Polizei griffen Beteiligte Einsatzkräfte mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen an. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot ein. Die Aktion berief sich auf Jugendproteste in europäischen Städten und auf soziale Ungleichheit sowie staatliche Repression. Nach Ansicht des Kommentars waren diese Anliegen vor Ort jedoch kaum sichtbar: Es gab weder eine vorgängige Kundgebung noch Transparente oder konkrete Forderungen. Die Zerstörung habe deshalb die politische Botschaft überlagert. Wut junger Menschen über Klimakrise, hohe Wohnkosten, fehlende Mittel gegen Femizide und staatliche Prioritäten sei nachvollziehbar, müsse aber mit klaren Forderungen verbunden werden. Für den 20. November mobilisiert ein Bündnis zu einem schweizweiten Jugendstreik.

tsri.ch

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