Themen: Klima&Energie, Wissenschaft, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Romandie
Ein Forschungsteam der Universität Genf hat fast 3000 Personen die Wirkung von 32 Klimaschutzmassnahmen zur Senkung von Treibhausgasemissionen bewerten lassen. Die Ergebnisse zeigen eine systematische Fehleinschätzung: Kleine oder leicht verfügbare Massnahmen werden häufig überschätzt, während einschneidendere Schritte als weniger wirksam gelten, als sie sind. Zu den überschätzten Massnahmen zählen Recycling, der Einsatz recycelter Materialien, energieeffizientere Haushaltsgeräte, bessere Wärmedämmung und Telearbeit. Diese Schritte seien zwar nützlich, hätten aber vergleichsweise begrenzte Auswirkungen auf Emissionen. Deutlich unterschätzt würden dagegen der Verzicht auf Flugreisen, ein Leben ohne Auto, der Umstieg auf ein Elektroauto sowie die Wahl von Strom aus erneuerbaren Quellen. Laut Studienleiter Mario Herberz neigen Menschen dazu, Massnahmen für besonders wirksam zu halten, die ihnen spontan einfallen.