Themen: Wirtschaft/Finanzen, Reisen & Ferne Welt, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Piramida, nach zehn Jahren Leerstand Ende der 2000er Jahre von Touristen und Forschern wiederentdeckt, wird im Sommer von zehn bis zwanzig Personen betrieben. Das Bergbauunternehmen will den Tourismus als neue Einnahmequelle ausbauen. Die Arbeiten sind nach Nationalitäten verteilt: Russen führen Besucher, Ukrainer renovieren und unterhalten Gebäude, Tadschiken sammeln rund um den Hafen Eisen und Kupfer aus Kabeln. Letztere wohnen zu zehnt in einer Baracke, während Russen und Ukrainer im 2013 wiedereröffneten Tulpenhotel untergebracht sind. Dort arbeiten auch die einzigen Frauen als Köchin sowie als Putzfrau und Bardame. Gäste können Kulturzentrum, Kantine und Hotel besichtigen; zehn weitere Gebäude bleiben geschlossen. Meist reisen sie für eine einstündige Tageskreuzfahrt an und geben wenig Geld aus, obwohl sie zur Hotelbar und in den Souvenirladen geführt werden. Piramida verzeichnet rund 2'500 Gäste jährlich, Longyearbyen 80'000.