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Bildungsdirektor Schleiss setzt auf Notenpflicht

Zentralplus

Themen: Bildung, CH-Politik

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Zugs Bildungsdirektor Stephan Schleiss (SVP) will die Leistungsbeurteilung an den kantonalen Schulen vereinheitlichen. Seit Beginn des neuen Schuljahrs gelten neue Vorgaben für Prüfungen und Noten. Smileys und Farbcodes bleiben in unteren Klassen möglich, müssen jedoch eindeutig einer Note entsprechen. Schleiss begründet dies mit grösserer Transparenz für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Ab der vierten Primarklasse sollen kantonale Leistungstests in Deutsch und Mathematik einmal pro Semester stattfinden und in die Semesternote einfliessen. Die Tests sollen Vergleiche zwischen Gemeinden, Schulhäusern und Klassen erlauben, gemeinsam mit Schulvertretungen entwickelt und zunächst pilotiert werden. Weiter plant der Kanton Sprachstandserhebungen bei Dreijährigen mit verpflichtender Förderung bei ungenügenden Deutschkenntnissen. Für Kinder mit starkem Problemverhalten sind zeitweise getrennte Angebote wie Schulinseln vorgesehen. Schleiss reagiert damit auf sinkende Leistungen und verweist auf die Pisa-Erhebung 2022, bei der viele Schweizer Jugendliche Mindeststandards in Lesen und Mathematik verfehlten.

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