Themen: Ukraine Krieg, Krieg&Frieden, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Russland/Eurasien
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht auf Donnerstag eine grosse Erdölraffinerie im Moskauer Südostviertel Kapotnja in Brand gesetzt. Schwarzer Rauch stieg über der einzigen Erdölverarbeitungsanlage im Einzugsgebiet der russischen Hauptstadt auf. Wegen des Angriffs stellten alle vier grossen Moskauer Flughäfen ihren Betrieb vorübergehend ein. Die dem staatlich kontrollierten Gazprom-Konzern gehörende Raffinerie produzierte nach Angaben des Berichts bisher etwa 40 Prozent des Benzins für Moskau. In der Hauptstadt werden bereits Einschränkungen beim Treibstoffbezug gemeldet: Tatneft begrenzt Tankfüllungen auf 30 Liter, andere Tankstellen untersagen das Befüllen von Reservekanistern. Besonders akut ist die Versorgungslage auf der russisch besetzten Krim. Drohnenangriffe haben Zufahrtswege beeinträchtigt; auch über die Brücke bei Kertsch verkehren wegen der Luftangriffsgefahr keine Tankwaggons mehr. Die Treibstoffkrise könnte die Ferienzeit auf der Krim stark beeinträchtigen.