Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Nordamerika, Europa
Donald Trump hat in einem Interview behauptet, Giorgia Meloni habe ihn beim G7-Gipfel in Évian um ein gemeinsames Foto angefleht; er habe aus Mitleid zugestimmt. Italiens Ministerpräsidentin wies die Darstellung umgehend als völlig erfunden zurück und erklärte sich schockiert über den Umgang des US-Präsidenten mit Verbündeten. Sie betonte, weder sie noch Italien würden jemals um etwas flehen. Der Streit löste diplomatische Folgen aus: Aussenminister Antonio Tajani sagte eine geplante Reise nach Washington ab, wo er Marco Rubio treffen sollte, und nannte Trumps Aussagen beleidigend für ganz Italien. Mehrere italienische Minister wollen zudem einen Empfang der US-Botschaft zu den Feiern von 250 Jahren USA meiden. Melonis Partei Fratelli d’Italia verschärft ihre Kritik an Trump. Das Verhältnis war zuvor bereits belastet, nachdem Meloni Trumps angedrohte Zölle wegen Grönland als Fehler bezeichnet und dessen Kritik an Papst Leo XIV. als inakzeptabel zurückgewiesen hatte.