Themen: Klima&Energie, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Bulgarien hat seine Batteriespeicherkapazität seit 2023 von praktisch null auf 14 Gigawattstunden ausgebaut und liegt damit im Vergleich zur gesamten EU mit 77,3 Gigawattstunden weit vorn. Die Speicher bewahren vor allem Solarstrom für Zeiten ohne Sonne, stabilisieren das Netz und ermöglichen Exporte etwa nach Griechenland und Rumänien. Dies dämpft in Spitzenzeiten die Strompreise. Mehr als 600 Millionen Euro an EU-Fördermitteln zogen zusätzlich private Investitionen an, unter anderem für Grossprojekte in Stara Zagora. Europa versucht gleichzeitig, eine eigene Batterieindustrie aufzubauen; die Kommission sagte im Juni 1,5 Milliarden Euro für Hersteller zu. Die EU verfügt jedoch über wenig Lithium und ist überwiegend auf Importe aus Chile angewiesen. Alte Elektroautobatterien könnten nach Tests als stationäre Speicher weitergenutzt werden. Bis 2035 könnten aus alten und beschädigten Batterien rund 180 Gigawattstunden verfügbar werden, doch einheitliche Diagnose- und Transparenzstandards fehlen.