Themen: Partei-Politik, CH-Politik, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Natalie Ricklis mögliche Kandidatur für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin steht im Zentrum einer Kritik an ihrer Führungsbilanz als Zürcher Gesundheitsdirektorin. Die SVP verlangt für Bundesratskandidaturen Führungsverantwortung, insbesondere mit Blick auf EJPD oder VBS. Als belastend werden häufige Wechsel in Spitzenpositionen der Gesundheitsdirektion angeführt: Laut WOZ gab es innert weniger als sechs Jahren vier Generalsekretäre sowie weitere Abgänge. Die Direktion verweist dagegen auf eine inzwischen unter dem langjährigen Schnitt liegende Gesamtfluktuation. Weiter verweist die Kritik auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von Juli 2025 zugunsten der von der Zürcher Spitalliste gestrichenen Adus-Klinik. Das Gericht beanstandete unklare Kriterien und die methodisch nicht nachvollziehbare Gewichtung von Fallzahlen. Entlastend wird eine unabhängige Untersuchung zur Herzchirurgie des Universitätsspitals genannt: Sie hielt fest, Ricklis Direktion habe wiederholt nach der Patientensicherheit gefragt und früh auf Missstände hingewiesen. Die Bundesversammlung soll die Kandidaturen am 9. Dezember anhand dokumentierter Leistungen prüfen.