Themen: Sport, Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Borussia Dortmund rechnet Ende Jahr mit dem Abschlussbericht einer unabhängigen Untersuchung zu Missbrauchsvorwürfen gegen einen ehemaligen Manager. Parallel ermittelt die Staatsanwaltschaft Hagen seit November 2025 und geht inzwischen von 23 möglichen Geschädigten aus. Die mutmasslichen Taten sollen sich von den frühen 1990er- bis in die frühen 2000er-Jahre ereignet haben. Ermittler durchsuchten im November die Wohnung des Beschuldigten und stellten technische Geräte sowie Speichermedien sicher. Nach Angaben des Vereins wurde bereits 2010 ein Annäherungsversuch gegenüber einem damals volljährigen Nachwuchsspieler aus den 1990er-Jahren bekannt. Der Vorwurf blieb damals unbelegt, der Beschuldigte bestritt ihn und eine Anzeige erfolgte nicht. 2018 wandte sich erneut ein Spieler mit Vorwürfen an den Verein. Erst nach einem weiteren Hinweis im Jahr 2023 beendete der BVB das Arbeitsverhältnis und setzte die Ehrenmitgliedschaft aus. Der Verein richtete ein Hinweisgebersystem ein und kündigte eine angemessene Information der Öffentlichkeit an.