Themen: KI/Digital, Klima&Energie, Umwelt
Regionen: International, Europa
Generative KI erhöht den Ressourcenbedarf von Rechenzentren erheblich, doch verlässliche Angaben der Konzerne fehlen weitgehend. Nach Angaben im Beitrag entfallen inzwischen 80 bis 90 Prozent der KI-Rechenleistung auf die tägliche Nutzung durch Anwenderinnen und Anwender, nicht auf das Training der Modelle. Bild- und Videogenerierung benötigen dabei um ein Vielfaches mehr Energie als einfache Textanfragen. Schätzungen beziffern den jährlichen Energieverbrauch von ChatGPT auf rund 400 GWh; KI-Systeme insgesamt könnten 30 bis 80 Millionen Tonnen CO₂ jährlich verursachen. Rechenzentren verbrauchen zudem grosse Mengen Kühlwasser und können lokale, bereits belastete Wassersysteme zusätzlich unter Druck setzen. In Europa konzentriert sich die Infrastruktur besonders auf Städte wie Dublin, Amsterdam, Frankfurt, London und Paris. Der Ausbau kann Netzkosten, fossilen Stromverbrauch und Nutzungskonflikte verstärken. Die Autorinnen unterscheiden dabei klassische, effizientere KI-Anwendungen von energieintensiver generativer KI und fordern transparente Umweltberichte, zusätzliche saubere Stromkapazitäten sowie strengere Regeln in wasser- und netzbelasteten Gebieten.