Themen: Gesellschaft, Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
In Liestal galt am Wasserturmplatz während eines Monats ein Alkoholverbot. Die Stadt reagierte auf Alkoholkonsum, Auseinandersetzungen, Tätlichkeiten und starkes Littering nahe dem Bahnhof. Nach Aufhebung der befristeten Massnahme am 22. August berichten Liestal und das rund 40 Kilometer entfernte Brugg, wo ebenfalls ein temporäres Verbot galt, von einer spürbaren Entspannung. Auch am Basler Centralbahnplatz und Claraplatz bestehen Konflikte um Alkohol, Lärm und Abfall. Ein 2016 vorgeschlagener Treffpunkt für alkoholabhängige Menschen wurde vom Regierungsrat abgelehnt. Stattdessen veränderte Basel unter anderem Sitzgelegenheiten und stellte zusätzliche Pflanzgefässe auf. Beim K-Haus an der Kaserne besteht für den Eingangsbereich bereits ein Aufenthaltsverbot. Manuela Jeker vom Verein Schwarzer Peter hält niederschwellige Sozialarbeit, Präsenz und Beziehungsarbeit für sinnvoller als Verbote, die Probleme an weniger sichtbare Orte verlagern könnten. Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt plant derzeit keine Alkoholverbote an einzelnen Plätzen.