Themen: Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien, Afrika
Das Horn von Afrika, der Golf von Aden und das Rote Meer werden für internationale Reedereien zunehmend zu einem Sicherheits- und Kostenrisiko. Über die Route vom Indischen Ozean durch Bab el-Mandab und den Suezkanal laufen laut Darstellung 15 Prozent des globalen Seeverkehrs und 30 Prozent der Containertransporte. Gefährdet sind neben Energie auch Maschinen, Agrarprodukte, Autos, Möbel und Kühlwaren. Besonders beunruhigt die Zusammenarbeit zwischen den jemenitischen Huthi und der somalischen Al-Shabaab-Miliz. Sie verschaffe den Huthi Zugang zu Schmuggelrouten und zum östlichen Seegebiet, während Al-Shabaab Waffen, Drohnen und militärische Technologie erhalten könne. Davon könnten auch Piratengruppen profitieren. Zusätzlich verschärfen Konflikte um Wasser des Nils und den Zugang zum Roten Meer die Lage: Äthiopien, Eritrea, Sudan und Ägypten stehen wegen der Grand Ethiopian Renaissance Dam und strategischer Häfen unter Spannung. Russische, israelische und weitere militärische Präsenzen erhöhen die geopolitische Komplexität. Reedereien drohen höhere Betriebskosten, Versicherungsprämien und Störungen der Lieferketten.