Themen: KI/Digital, Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Post beendet Ende 2026 ihr Geschäft mit dem elektronischen Patientendossier Sanela. Für den Aufbau soll der Staatskonzern laut Aargauer Zeitung einen tiefen dreistelligen Millionenbetrag investiert haben. Das EPD wurde seit 2013 auch mit rund 80 Millionen Franken Bundesmitteln finanziert; für Stammgemeinschaften werden Betriebskosten von bis zu 64 Millionen Franken genannt. Trotz der Ausgaben nimmt nur rund 1,5 Prozent der Bevölkerung teil. Eine INFRAS-Studie im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit ergab zudem, dass 95 Prozent der angeschlossenen Spitäler und Pflegeheime noch nie ein EPD genutzt hätten. Der Kanton Zürich überwies über Jahre 2,6 Millionen Franken an Axsana, deren Verwaltungsratspräsident später der frühere Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger wurde. Die Zürcher Geschäftsprüfungskommission rügte 2021 die ungenügende Aufsicht. Der Bundesrat plant nun ein zentralisiertes elektronisches Gesundheitsdossier, das ausschliesslich vom Bund betrieben und mit einem Opt-out-Modell eingeführt werden soll.