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Das Hautkrebs-Screening-Programm ist bisher ein Flop

Infosperber
Das Hautkrebs-Screening-Programm ist bisher ein Flop

Themen: Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: International, Europa

Deutschlands Hautkrebs-Screening hat die Sterblichkeit an Schwarzem Hautkrebs offenbar nicht stärker gesenkt als in neun Nachbarländern ohne entsprechendes Programm. Seit 2008 bezahlen deutsche Krankenkassen Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre eine Untersuchung beim Haus- oder Hautarzt. Modellierungen hatten innerhalb von zehn Jahren einen relativen Rückgang der Melanomsterblichkeit um rund 13 Prozent erwartet; dies hätte absolut drei Todesfälle pro einer Million Erwachsenen verhindert. Zwischen 2009 und 2022 sank die Sterblichkeit jedoch in Deutschland und den Vergleichsländern etwa gleich stark. Krebsepidemiologen in «Jama Dermatology» sehen ihre Annahme damit nicht gestützt und beurteilen die Leistung des Programms als schlecht. Rund 32 Prozent der Berechtigten nehmen teil. Bei vollständiger Teilnahme hätte allein die Barmer mit 8,6 Millionen Versicherten jährlich rund 5,7 Millionen Euro aufgewendet; hochgerechnet wären es über 32 Millionen Euro. Bessere Therapien könnten den allgemeinen Sterblichkeitsrückgang erklären.

www.infosperber.ch

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