Themen: Partei-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Nomination von Remo Oser als Regierungskandidat der Baselbieter Mitte hat parteiinterne Spannungen ausgelöst. Kritiker werfen dem früheren Röschenzer Gemeinderat vor, die Statutenregelung ausgenutzt zu haben, wonach neben Mitgliedern auch Sympathisantinnen und Sympathisanten am Parteitag stimmberechtigt sind. Von 156 angemeldeten Personen stammten 82 aus dem Laufental, darunter 38 Sympathisanten. Seit dem 1. Oktober kamen zudem 55 neue Sympathisanten zur Partei hinzu; dies fällt zeitlich ungefähr mit Osers Entscheid zusammen, 2027 für die Nachfolge von Finanzdirektor Anton Lauber anzutreten. Oser bestreitet unzulässiges Vorgehen und verweist darauf, dass Mobilisierung im Familien- und Freundeskreis erlaubt sei. Für rund 30 Personen organisierte er einen Transport nach Liestal. Der Vorstand prüft eine Aussprache und könnte an einer ausserordentlichen Generalversammlung eine weitere Kandidatur nachnominieren. SVP und FDP stehen Oser kritisch gegenüber, während er für eine bürgerliche Allianz und Gespräche mit GLP und EVP wirbt.