Themen: KI/Digital, Klima&Energie, Umwelt
Regionen: International, Nordamerika
Der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren stösst wegen ihres hohen Strom-, Wasser- und Flächenbedarfs auf zunehmenden Widerstand. Besonders in den USA kritisieren Anwohnende in mehreren Bundesstaaten mangelnde Transparenz, steigende Energiepreise, Risiken für die Wasserversorgung und Umweltbelastungen. Hyperscale-Anlagen können laut angeführten Berichten zudem Abwärme, Luftverschmutzung und Belastungen des Stromnetzes verursachen. Kritisiert werden auch Kühlmittel und PFAS sowie der Betrieb von Anlagen mit fossiler Energie. In Memphis betreibe xAI nach einem Bericht ein Rechenzentrum mit Gasturbinen; in Hessen seien Baupläne wegen der vorgesehenen Erdgasversorgung vorläufig gestoppt worden. Mehrere US-Bundesstaaten erwägen Regeln, wonach Betreiber ihren zusätzlichen Energiebedarf selbst decken und Kosten für Netzausbauten tragen müssten. Eine europäische Umfrage von Algorithm Watch zeigt auch in der Schweiz Skepsis: 79 Prozent der rund 1000 Befragten verlangen eine Offenlegung des Energiebedarfs, 72 Prozent knüpfen Neubauten an erneuerbare Energien und 71 Prozent sorgen sich um den Wasserverbrauch.