Themen: KI/Digital, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Nach Datenpannen bei einem Tessiner Online-Dienst und bei einem ausserkantonalen Softwarelieferanten fordert Norman Gobbi einen gemeinsamen Einsatz für Cybersicherheit. Über den missbrauchten Kantonsdienst wurden Daten von Fahrzeughaltern abgegriffen; beim Angriff auf einen Softwareanbieter wurden Angaben von rund 1’800 Versicherten des Tessiner Vorsorgeinstituts offengelegt. Die kantonalen Informatiksysteme hätten in beiden Fällen standgehalten, doch Angreifer suchten fortlaufend neue Schwachstellen. Die eidgenössische Datenschutzgesetzgebung verpflichte Behörden, Firmen und Vereine zu angemessenen technischen und organisatorischen Schutzmassnahmen sowie zur Meldung schwerer Verstösse an den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Gobbi betont auch die Verantwortung der Bevölkerung: Phishing-Mails, SMS und Anrufe müssten erkannt, nicht impulsiv beantwortet und über offizielle Kontakte überprüft werden. Mit der Plattform Cyber Sicuro vernetzt das Departement der Institutionen seit Jahren Fachleute, öffentliche Stellen, Gemeinden und Bevölkerung.