Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Eine Comedienne versteht Humor als Möglichkeit für Inklusion, solange er nicht auf Klischees beruht und sie nicht über Erfahrungen anderer Menschen urteilt. In ihren Programmen verarbeitet sie Dating, Trauma, Politik und ADHS aus autobiografischer Perspektive. Dating-Apps wie Bumble kritisiert sie als Gegenteil einer inklusiven Gesellschaft: Algorithmen zeigten Menschen nach oberflächlichen Kriterien, erzeugten Zeitdruck und wollten Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange auf der Plattform halten. Beziehungen sollten ihrer Ansicht nach eher über längere Begegnungen in einem nicht romantisch aufgeladenen Kontext entstehen. Sie beschreibt patriarchale Rollenbilder auch bei Carearbeit und sagt, ihr Publikum bestehe vor allem aus Frauen, queeren Männern und «Inbetweens». Ihre ADHS-Diagnose habe nach Jahren mit Problemen bei Briefen, Rechnungen und Steuererklärungen geholfen, die Belastung zu verstehen. Therapie, Strategien und Medikamente unterstützten sie heute an arbeitsintensiven Tagen.