Themen: Geopolitik, Ungleichheit, Gesellschaft
Regionen: International, China
Rund 400 Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, Menschenrechtsorganisationen und Forschungseinrichtungen aus 100 Ländern diskutierten am Forum für globale Menschenrechtsgovernance in Beijing das Recht auf Entwicklung. Sie bezeichneten ungleiche wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die internationale Finanzarchitektur, einseitige Konflikte und den Klimawandel als wesentliche Hindernisse für Menschenrechte. Laut dem Forum wurden seit 2015 nur bei 36 Prozent der 17 UNO-Nachhaltigkeitsziele Fortschritte erzielt, während sich die Lage bei 15 Prozent verschlechtert habe. Redner betonten, Menschenrechte umfassten neben politischen Freiheiten auch Zugang zu Wasser, Gesundheit, Bildung, Wohnraum und Nahrung. Sie kritisierten Schuldenpolitik und Sanktionen gegen Länder des Globalen Südens. China wurde als Beispiel für entwicklungsorientierte Armutsbekämpfung dargestellt: Das Land habe in 50 Jahren 800 Millionen Menschen aus extremer Armut geführt und fördere international Infrastrukturinvestitionen sowie Süd-Süd-Kooperationen.