Themen: Gesellschaft, Innen-Politik, Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ein verdeckter Journalist der Winterthurer AZ schleuste sich 1988 in die rechtsextreme Szene ein und dokumentierte Treffen der Jungnationalen Winterthurer sowie der Nationalen Koordination. Die Recherchen zeigten Verbindungen zwischen lokalen Neonazis und der Nationalen Aktion, die solche Kontakte öffentlich bestritten hatte. Nach der Veröffentlichung entzog der Winterthurer Stadtrat Bewilligungen für einen geplanten nationalen Kongress und einen Fackellauf; rund tausend Menschen demonstrierten gegen Rechtsextremismus. Die Berichte erschienen in einer Zeit, in der rechtsextreme Gruppen in Winterthur und Schaffhausen mit Angriffen, Drohungen und Propaganda präsent waren. Jürg Frischknecht veröffentlichte später auf Basis des Materials weitere Enthüllungen, die laut Darstellung den Niedergang der Nationalen Aktion einleiteten. Im Zentrum der Serie steht zudem Erich Winkler, der später beim Handgranatenanschlag von 1990 in Winterthur Schmiere gestanden haben soll.