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Die Fussball-WM führt zu mehr häuslicher Gewalt – auch in Zürich

TSRI
Die Fussball-WM führt zu mehr häuslicher Gewalt – auch in Zürich

Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, Sport

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Internationale Studien und Organisationen wie UN Women und UNICEF verzeichnen während Männer-Fussball-Welt- und Europameisterschaften mehr Anrufe wegen häuslicher Gewalt, teils bis zu 30 Prozent mehr. Eine englische Studie nennt einen Anstieg um 26 Prozent nach Siegen und um 38 Prozent nach Niederlagen der Nationalmannschaft. Für Zürich und die Schweiz liegen jedoch keine nach Tatmonat aufgeschlüsselten Statistiken vor. Bundesamt für Statistik, Stadtpolizei und Kantonspolizei Zürich verfügen nach eigenen Angaben über keine entsprechenden Auswertungen. Timo Jost vom Mannebüro Züri hält einen Zusammenhang dennoch für nachvollziehbar: Gruppentreffen, Alkoholkonsum, starke Emotionen und späte Heimkehr könnten bestehende Gewaltmuster verstärken. Pia Allemann von der Beratungsstelle für Frauen betont ebenfalls, Fussball und Alkohol seien nicht die Ursache, könnten Gewalt aber begünstigen. Die seit 1. Mai rund um die Uhr erreichbare Notrufnummer 142 registrierte in Mai und Juni zusammen über 5000 Anrufe.

tsri.ch

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