Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Die Kurden und die neue «Sicherheitsarchitektur» im Nahen Osten

Infosperber
Die Kurden und die neue «Sicherheitsarchitektur» im Nahen Osten

Themen: Iran Krieg, Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Westasien

Irans Aussenminister Abbas Araghchi behauptet, USA und Israel hätten zu Beginn des Kriegs eine zweite Front im kurdischen Nordwesten Irans geplant, um einen Machtwechsel in Teheran zu beschleunigen. Die Türkei habe dieses Vorhaben durch entschiedenen Druck auf Washington verhindert. Berichte über eine mögliche Zusammenarbeit des Mossad mit bewaffneten iranisch-kurdischen Gruppen hatten bereits kurz nach Kriegsbeginn kursiert; auch Donald Trump soll eine Beteiligung der Kurden zunächst befürwortet haben. Nach türkischer Intervention sei der Plan jedoch aufgegeben worden. Kurdische Akteure waren dabei uneins: Sechs iranisch-kurdische Oppositionsparteien hatten kurz vor Kriegsbeginn eine Allianz gegründet, während Vertreter aus dem Irak und der PKK vor einer Instrumentalisierung durch fremde Mächte warnten. Die Entwicklung wird als Zeichen einer veränderten Sicherheitsordnung im Nahen Osten gedeutet. Besonders die Aufgabe der US-Allianz mit den Kurden in Nordsyrien habe deren politische Stellung in der Region geschwächt.

Infosperber

Zum Originalartikel