Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Das Bauprojekt «Marta» an der Zentralstrasse 156 im Zürcher Kreis 3 ersetzt die frühere Bar Enfant Terrible sowie Büros und Ateliers durch 18 Stockwerkeigentumswohnungen. Die Preise reichen von knapp zwei Millionen Franken für 71 Quadratmeter bis 3,1 Millionen Franken für eine Dachmaisonette. Eva Schumacher von Casafair bezeichnet den Ersatzneubau als Fremdkörper und kritisiert, dass die Vermarktung von der attraktiven Gastronomie im Quartier profitiere, während das Projekt selbst ein entsprechendes Angebot verdrängt habe. Das Haus wechselte laut Schumacher für rund 8,5 Millionen Franken den Besitzer; die Wohnungen sollen insgesamt rund 45 Millionen Franken kosten. Genossenschaften hatten ebenfalls mitgeboten, wurden aber überboten. Schumacher verbindet die Entwicklung mit der Aufwertung nach der Westumfahrung ab 2009 und vermissten städtischen Schutzmassnahmen. In Zürich sank der Anteil selbst bewohnter Eigentumswohnungen seit 2014 von 62 auf 50 Prozent; zugleich kamen 5000 vermietete Eigentumswohnungen hinzu.