Themen: Gesellschaft, Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Stadt Zürich besitzt innerhalb ihrer Grenzen 1,5 Millionen Quadratmeter Baulandreserve. Davon sind 900’000 Quadratmeter im Baurecht vergeben; die restlichen Flächen umfassen unter anderem noch nicht zugeordnete Grundstücke, Bauten, Grün- und Gewerbezonen sowie unbebaubare Areale. Kritik richtet sich auf das rund 5700 Quadratmeter grosse ehemalige Best-Carwash-Areal beim Escher-Wyss-Platz. Die Interessengruppe Zentrum Hardbrücke fordert dort Entsiegelung, Begrünung und Wohnraum. Die Stadt will das Grundstück als strategische Reserve für künftige Generationen behalten; vor einer neuen Nutzung müsse die Waschstrasse zurückgebaut werden. Ab 2027 sind ein Malatelier mit Workshops und ein Reparaturdienst vorgesehen. Stadtplanerin Sabine Wolf schätzt, dass auf zehn Prozent der Reserve nach Abzug ungeeigneter Flächen Wohnraum für rund 5143 Personen entstehen könnte. Sie warnt jedoch vor einer vollständigen Überbauung: Die Stadt brauche Reserven für Bodenpolitik, Infrastruktur und Begrünung. Wolf fordert transparentere Planung und sieht Potenzial für partizipative Real-Labore mit neuen Wohn- und Mischnutzungen.