Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Ein Hackerangriff auf das liechtensteinische Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen hat Angaben zu 31’000 Rechtsträgern wie Stiftungen, Trusts, Anstalten und Gesellschaften kompromittiert. Das seit 2019 elektronisch geführte Register enthält Namen, Geburtsdaten, Nationalitäten und Wohnsitze von Personen hinter diesen Konstrukten. Laut Reuters erklärte IT-Leiter Fabian Schmid, die Täter hätten sich mehrere Stunden in der Datenbank aufgehalten und Daten abgerufen, bevor der Vorfall bemerkt und das System abgeschaltet worden sei. Der Zugang soll durch die Anlage eines neuen Benutzerkontos erfolgt sein; Treuhänder, berechtigte Personen und Behörden verfügen über Zugriffsrechte. Ein Krisenstab unter Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler sucht nach den Verantwortlichen. Offen bleiben unter anderem Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen, der Herkunft des Angriffs, dem Umfang des Datenabzugs und möglichen Motiven. Betroffene sollen durch Treuhänder und Anwälte informiert werden. Besonders schwer wiegt der Vertrauensverlust für den auf Diskretion ausgerichteten Finanzplatz.