Themen: Sport, Gleichstellung, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Der FC Thun Frauen hat nach Protesten von Spielerinnen im Herbst 2025 seine Frauenförderung neu organisiert. Der Club trennte sich vom Trainer und weiteren Staff-Mitgliedern, stellte Marisa Wunderlin als Sportdirektorin sowie Lena Schneuwly als Sportchefin an und verbesserte Trainingszeiten, Unfallversicherung und medizinische Betreuung. Dennoch stieg das Team in die Nationalliga B ab. Die meisten Spielerinnen können trotz Profiverträgen nicht vom Fussball leben; Profistatus beginnt laut Wunderlin bei 500 Franken Lohn. Viele kombinieren 17 bis 20 Trainings- und Spielstunden pro Woche mit Brotjobs. Eine eigene Stadiongarderobe fehlt weiterhin: Die Spielerinnen nutzen einen Container im Gästesektor und bauten selbst Schränke. Geplante Garderoben im Stadion verzögern sich wegen eines Wasserschadens. Der Club arbeitet an Marketing und Sichtbarkeit; regionale Angebote für Mädchen und bessere Platznutzung sollen die Frauenförderung zusätzlich stärken.