Themen: Gesellschaft, Migration/Asyl
Regionen: International, Nordamerika
William Mawwin, ein ehemaliger Sklave aus dem Sudan, lebt in Phoenix, Arizona, und besucht mit 33 Jahren einen Geologiekurs. Sein Körper trägt schwere Folgen von Gewalt: Er nutzt eine schmerzhafte Armprothese, an der linken Hand fehlen vier Fingerteile, und Narben von Schlägen, Verbrennungen, Messerverletzungen und Hauttransplantationen bedecken ihn. Er finanziert seinen bescheidenen Alltag mit einem Pell Grant und einer Invalidenrente, kann aber Miete, eine neue Prothese oder die Reparatur seines nicht zugelassenen Vans kaum bezahlen. Freie Tage belasten ihn, weil sie Erinnerungen an Exil und schlechte Gedanken verstärken. Bei einer Spendenveranstaltung für das Lost Boys Center wirkte er zurückgezogen und einsam; sein Englisch war damals schwach und er misstraute anderen Menschen. Erst später erzählte er Melissa Pritchard seine Vergangenheit. Die Autorin schildert, wie aus der vorsichtigen Begegnung eine enge Beziehung entstand und William sie mit Loyalität, Integrität und seiner Überlebensgeschichte prägte.