Themen: Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Häuservernetzung und die Eigentümerin SKKG streiten über die Zukunft der besetzten Liegenschaft «Gisi» in Winterthur. Die Bewohnerinnen und Bewohner lehnten einen 2022 vorgelegten Gebrauchsleihvertrag ab und bezeichnen ihn als Knebelvertrag. Er hätte eine Liste aller länger als vier Wochen im Haus wohnenden Personen verlangt, bei Vertragsverletzungen eine sofortige Beendigung ermöglicht und einen Auszug innert zehn Tagen vorgesehen. Besonders problematisch sei die Pflicht zur Rücksichtnahme auf Nachbarn, weil im Kulturkeller der «Gisi» seit 1997 knapp 700 nicht kommerzielle Veranstaltungen stattfanden und wiederholt Beschwerden auslösten. SKKG-Direktorin Bettina Stefanini weist den Vorwurf zurück. Die Stiftung will zentrale Liegenschaften wie «Gisi», «Sanatorium» und «Rattenloch» baulich weiterentwickeln und zusätzlichen Wohnraum schaffen. Andere besetzte Häuser an weniger attraktiven Standorten erhielten individuelle legale Lösungen. Die Stiftung verweist auf Sanierungsbedarf, Kreditzinsen und fehlendes Eigenkapital.