Themen: Iran Krieg, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Ein geplanter Nuklearpakt der USA mit Saudi-Arabien hat Sorgen vor zusätzlicher atomarer Proliferation im Nahen Osten ausgelöst. Die Trump-Regierung verkündete ein Abkommen über ein Atomkraftwerk und Atomtechnologie, knüpfte dessen Umsetzung aber nachträglich an die Normalisierung saudischer Beziehungen zu Israel und einen Beitritt zu den Abraham-Abkommen. Saudi-Arabien verlangt dafür Fortschritte hin zu einem palästinensischen Staat, während Israel davon weit entfernt sei. Laut Einsichtnahmen von Wall Street Journal und New York Times fehlen im nicht veröffentlichten Vertrag sowohl eine Verpflichtung zu internationalen Inspektionen als auch ein Verbot, Uran im eigenen Land anzureichern. Solche Sicherungen enthielten frühere US-Atomabkommen mit Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und der Türkei. Israelische Politiker fordern sie für Saudi-Arabien, obwohl Israel selbst weder dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten ist noch Inspektionen zulässt. Die Kontroverse liefert Iran Argumente gegen aus seiner Sicht ungleiche Regeln.