Themen: Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien
Die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan haben in Mekka einen Verteidigungspakt geschlossen. Das Abkommen behandelt einen Angriff auf eines der drei Länder als Angriff auf alle und wird von Beobachtern als mögliche «islamische Nato» bezeichnet. Ob daraus im Ernstfall tatsächlich militärischer Beistand folgt, bleibt laut Analysten offen. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hofft auf einen Ausbau der türkischen Position im Nahen Osten; Ankara spricht auch von Truppen im Südlibanon nahe der israelischen Grenze. Saudi-Arabien sieht sich Bedrohungen durch Iran und die Huthi ausgesetzt, während Pakistan auf finanzielle Unterstützung aus Riad und internationale Aufwertung setzt. Türkei und Saudi-Arabien könnten zugleich vom pakistanischen militärischen Know-how profitieren. Das Abkommen erschwert nach dieser Einschätzung eine von den USA und Israel erhoffte Annäherung zwischen Saudi-Arabien und Israel.