Themen: Kultur
Regionen: Schweiz, Romandie
Das Photo Élysée in Lausanne widmet Ella Maillart bis 1. November 2026 eine Ausstellung mit Fotografien und Reiseberichten. Die Journalistin, Fotografin und Reiseschriftstellerin bereiste zwischen 1930 und 1939 Zentral- und Ostasien, die UdSSR, China, Afghanistan und den Iran. 1939 reiste sie gemeinsam mit Annemarie Schwarzenbach von Genf nach Kabul. Maillart hielt ihre Beobachtungen in Texten und Tausenden Fotografien fest, die sie später sorgfältig in fast fünfzig Archivschachteln ordnete und kommentierte. Der Unesco-Exekutivrat stimmte 2025 der Aufnahme der Nachlässe von Maillart und Schwarzenbach in das Register «Memory of the World» zu. Die Schau beleuchtet sowohl die politischen und sozialen Umwälzungen, die Maillart erlebte, als auch den Alltag von Nomadenvölkern und besonders von Frauen. Ihre Bilder dokumentieren Lebensformen, die durch Modernisierung bedroht waren, und verbinden sich mit Fragen nach Bildung, Propaganda und weiblicher Unabhängigkeit.