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Emilie Herzog: Die Heimkehr einer Weltkarriere

Thurgau Kultur
Emilie Herzog: Die Heimkehr einer Weltkarriere

Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur

Regionen: Schweiz, Ostschweiz

Emilie Herzog, 1859 in Ermatingen geboren und in Diessenhofen aufgewachsen, entwickelte sich von einer angehenden Modistin zu einer international gefragten Opernsängerin. Nach Studien in Zürich und München trat sie ab 1880 am Münchner Hof- und Nationaltheater auf, wechselte 1889 an die Berliner Hofoper und wurde 1900 königlich-preussische Kammersängerin. Ihre Karriere umfasst mehr als 4000 dokumentierte Opern- und Konzertabende, darunter 188 im Thurgau. Ihr Ehemann Heinrich Welti hielt jeden Auftritt in drei Agenden fest. Nach ihrem Tod 1923 in Aarburg geriet Herzog weitgehend in Vergessenheit; zudem beruhte die oft behauptete Tätigkeit an der Metropolitan Opera auf einer Namensverwechslung. Der Sänger und Kurator Reto Knöpfel erschloss ihren Nachlass mit Briefen, Auszeichnungen, Tonträgern und Dokumenten. Ausstellungen in Ermatingen und Diessenhofen würdigten sie zum hundertsten Todesjahr; 2026 folgt eine Station im Heimatmuseum Aarburg.

mail.thurgaukultur.ch

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