Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Emissionshandel: EU entlastet energieintensive Industrie

Correctiv Schweiz
Emissionshandel: EU entlastet energieintensive Industrie

Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik

Regionen: International, Europa

Die EU-Kommission schlägt vor, den europäischen Emissionshandel für energieintensive Industrie zu lockern. Von 2031 bis 2035 soll die Zahl der Zertifikate jährlich um 3,7 statt wie bisher vorgesehen um 4,4 Prozent sinken; ab 2036 wären es noch 1,7 Prozent. Zertifikate müssten damit über 2040 hinaus versteigert werden. Zudem sollen weniger strenge Emissions-Benchmarks bis 2030 rund 51 Millionen zusätzliche kostenlose Zertifikate im Wert von etwa acht Milliarden Euro ermöglichen. Profitieren würden insbesondere Stahl-, Aluminium- und Chemieindustrie sowie Strom- und Wärmeproduzenten. Kostenlose Zuteilungen sollen teilweise an nachgewiesene Emissionsminderungen und Dekarbonisierungspläne gebunden sein. Der Vorschlag muss noch vom Europaparlament und dem EU-Rat beraten werden. Grüne Politiker, Unternehmen mit bereits getätigten Dekarbonisierungsinvestitionen und Wissenschaftler kritisieren die Lockerung als Gefahr für CO₂-Preissignale, Klimaziele und grüne Investitionen.

Correctiv

Zum Originalartikel