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Energiekrise wegen Tiefstand der Donau

Journal21
Energiekrise wegen Tiefstand der Donau

Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, Reisen & Ferne Welt

Regionen: International, Europa

Der aussergewöhnliche Tiefstand der Donau löst in mehreren Ländern entlang des Flusses Energie- und Transportprobleme aus. Bei Izvoarele sprengt die rumänische Navy Felsen im Flussbett, um den Wasserzufluss zum Kernkraftwerk Cernavoda zu verbessern. Ein Reaktorblock wurde bereits heruntergefahren; ohne Wirkung der Massnahme könnte auch der zweite ausfallen. In Ungarn werden am Kernkraftwerk Paks alle vier Blöcke schrittweise abgeschaltet, weil Kühlwasser fehlt. Am Montag gingen 2000 Megawatt vom Netz, während der Stromverbrauch wegen der Hitze steigt. Paks liefert im Normalbetrieb 40 Prozent des ungarischen Stroms. Auch Serbiens wichtiges Wasserkraftwerk arbeitet nur noch zu 20 Prozent. Der niedrige Pegel beschränkt zudem die Schifffahrt: Flusskreuzfahrten werden abgesagt, ein Kreuzfahrtschiff bei Widin in Bulgarien lief auf Grund. Frachtschiffe mit 2000 Tonnen Kapazität können laut Wasserstrassenamt nur noch 300 bis 500 Tonnen laden; übrige Güter werden zwischengelagert.

www.journal21.ch

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