Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Der 33. Zucht- und Nutzviehverkaufstag auf der Engstligenalp stand unter dem Eindruck von Dürre, Futternot und Wasserknappheit. Die Sennen geben ihre auf dem Hochplateau gesömmerten Kühe traditionell direkt am Viehmarkt weiter. In diesem Jahr blieb die Nachfrage der Händler jedoch hinter den Erwartungen zurück. Nach Angaben von Markus Grossen von der Alpschaft Engstligenalp kamen deutlich mehr Touristinnen und Touristen als kaufwillige Händler. Der hochalpine Markt ziehe seit Längerem zunehmend Gäste an, doch die schwierige Futter- und Wassersituation in vielen Regionen dämpfe die Kauflust. Einzelne Tiere fanden offenbar trotzdem einen neuen Besitzer; eine Kuh wurde bis ins Wallis verkauft. Gelegentlich entdecken auch Bauern den Markt zufällig während eines Ausflugs und kaufen ein Tier. Die Sennen hoffen, das nicht verkaufte Vieh nach dem Alpabzug noch absetzen zu können.