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Ermächtigung der Tee­pflückerinnen in ­Sri Lanka

Neue Wege
Ermächtigung der Tee­pflückerinnen in ­Sri Lanka

Themen: Ungleichheit, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft

Regionen: International, Südostasien

Teepflückerinnen im zentralen Hochland Sri Lankas leben und arbeiten vielfach unter Bedingungen, die aus der britischen Kolonialzeit fortwirken. Familien wohnen oft über drei Generationen in engen «line houses»; für zwölf Familien gibt es teils nur eine Toilette und einen Wasserhahn. Während der Wirtschaftskrise und des Staatsbankrotts 2022 reichten die Löhne wegen stark gestiegener Preise für Nahrung und Kerosin nicht mehr zum Leben. Nach einer Lohnerhöhung steigerten Unternehmen auf einer Plantage die Erntevorgabe von 16 auf 25 Kilogramm täglich; bei Nichterreichen wurde nur der halbe Tageslohn bezahlt. Die Gewerkschaft Ceylon Workers Red Flag Union organisierte im Juni 2024 ein Tribunal mit drei pensionierten Richterinnen und Richtern aus Nepal, Indien und Sri Lanka. Dessen Empfehlungen stärkten insbesondere die Frauen, die den Grossteil der Belegschaft ausmachen. Nach einer Klage und gleichzeitiger Mobilisierung in allen Distrikten wurden die Löhne Anfang Jahr erhöht. Die Gewerkschaft erarbeitet nun einen Entwurf für ein Plantagengesetz.

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