Themen: Gesundheit, Ungleichheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Rund ein Drittel der etwa 9000 Personen, die auf eine Umfrage der SP Zürich geantwortet haben, gibt an, aus Kostengründen schon auf eine medizinische Untersuchung verzichtet zu haben. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, doch der Kommentar wertet bereits jeden einzelnen solchen Fall als alarmierend. Im Vorfeld der Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen vom 4. April 2027 präsentieren Kantonsrätinnen und Kantonsräte sowie die Regierungsratskandidierenden Priska Seiler Graf und Nicolas Galladé die Resultate. Kritisiert wird insbesondere das Krankenversicherungssystem mit einheitlichen Kopfprämien: Ein Heizungsmonteur zahle gleich hohe Prämien wie die CEO der EMS-Chemie. Kantonale Prämienverbilligungen und Hilfen etwa durch Caritas seien bloss nachträgliche Schadensbegrenzung. Hohe Selbstbehalte bis 2500 Franken könnten dazu führen, dass Menschen vorsorgliche Arztbesuche meiden. Dies erhöhe das Risiko, dass Krankheiten spät erkannt werden und sich chronische oder tödliche Verläufe nicht rechtzeitig verhindern lassen.