Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Rekordtiefe Pegel an Rhein, Donau, Po und Loire legen in Europa Hungersteine, Kriegsartefakte und Knochen frei. Die historischen Markierungen warnten bereits zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert vor Ernteausfällen und Hungersnöten. Laut Fachleuten beginnt Dürre mit fehlendem Niederschlag, setzt sich über ausgetrocknete Böden fort und führt zuletzt zu sinkenden Flussabflüssen. Hitze beschleunigt diesen Prozess; geschwächte Gletscherreserven können ihn immer weniger abfedern. Dürreperioden, früher selten, treten seit 2003 fast alle zwei Jahre auf und entwickeln sich teils innerhalb weniger Wochen. Starkregen und Überschwemmungen füllen die erschöpften Reserven nicht ausreichend auf. Niedrige Wasserstände gefährden Schifffahrt, Lieferketten, Landwirtschaft und die Kühlung von Kernkraftwerken. Europa verliert zudem fast einen Viertel seines Trinkwassers in undichten Leitungen. Die EU setzt auf geringeren Verbrauch, reparierte Netze, Wiederverwendung von Abwasser sowie die Wiederherstellung von Feuchtgebieten und Auen.